Und ewig ruft Wetzlar (auch 2012)

CALL FOR PAPERS


Die Wetz­larer Tage der Phanta­s­tik widmen sich wechselnden Themen aus den phantastischen Literaturgenres. Ziel der Tagungen ist es insbesondere, den Bereich Literatur interdisziplinär zu verknüpfen und gleichzeitig aufzuzeigen, wie vielfältig sich Phan­tastik darstellt und in welchen literarischen Epochen sie sich wiederfindet.

Die kommenden 

32. Wetz­la­rer Tage der Phan­ta­stik
vom 6. bis 9. September 2012

werden sich dem Thema

Phantastische Wesen

widmen. Die phantastische Literatur zeichnet sich nicht nur durch ihre Szenerien, sondern vor allem durch eine schier unerschöpfliche Vielfalt an phantasti­schen Wesen aus. Das beginnt bereits in den Märchen und Mythen mit Zwergen, Riesen, Hexen, Feen, Nixen, Sirenen, sprechenden Tieren, mit Fabeltieren wie Einhörnern, Drachen, Gargoyles, mit Mischwesen wie Zentauren und Sphinxen, mit Wandlungswesen wie Werwölfen und Vampiren, das zeigt die Fantasy mit Halb­lingen, Elfen (Elben, Alben), Trollen und Orks, der Horror mit Ge­spenstern, Dämonen, Ghouls und vielerlei Halb-Toten, Ganz-Toten und Unto­ten, die Phantastik mit dem Golem, dem Ewigen Juden, dem Fliegenden Holländer, mit Statuen, Puppen und lebendig gewordenen Plüschtieren sowie schließlich die Scien­ce Fiction mit Aliens jeglicher Kör­perlichkeit und Nicht-Kör­per­lichkeit und gezüchteten und ver­formten Menschen und menschenähnlichen Wesen bis hin zu technologischen Existenzen wie Robotern, Androiden, Cyborgs und zu virtuellen Wesen – wobei diese Auflistung bei weitem nicht abgeschlossen ist.

Das Symposion möchte einen Einblick in die Bandbreite der phantastischen Biologie und ihrer Evolution geben, Fragen der Bedeutungswandlung von Wesen nachgehen (warum haben Monster und Drachen und zuletzt sogar Vampire ihre Schrecken verloren?) und die Probleme der Kohabitation von Ethnien in der phantastischen Literatur erörtern. 

Das alles soll am Beispiel der aktuellen deutschsprachigen Autoren des 21. Jahrhunderts behandelt werden: Wie setzen sie alte Mythen neu um, wie fabulieren sie neue Mythen, wie erzählen sie von phantastischen Wesen in einer modernen, aufgeklärten Welt.

Interessierte Referenten, die im Rahmen dieser Thematik einen Vortrag halten wollen, werden ge­beten, bis Mitte Dezember 2011 an die Adresse der Phantasti­schen Bibliothek Wetzlar mail ÄT phantastik.eu ein Ex­posé im Umfang einer halben Sei­te einzureichen, außerdem kurz­gefasst ih­re biographischen und beruflichen Da­ten anzuhängen.