Es gibt also keinen Grund, die gegenwärtigen Veränderungen im Buch-, Zeitungs- und Bibliothekswesen wie im personalen Schriftverkehr als plötzliche Einbrüche in eine intakte Welt der körperlichen Bücher, der kreativen Verlagsprogramme und der Lesesituationen in Buchhandlungen und Bibliotheken, in Wohnzimmern und Büros zu verstehen. Der Wandel kam stetig und über viele Jahre. Es ist nicht so, dass der vorlesende Hausvater sich plötzlich von twitternden Kindern umgeben sieht, aber manche Kommentare lesen sich so.

Hans Altenhein, ehemaliger Verleger von Luchterhand, kommentiert im Börsenblatt die 55 Thesen, die letztens über die Zukunft des Buchmarkts aufgestellt wurden und stellenweise recht düster daherkommen.

Altenhein ist Jahrgang 1927.