DEP13-Tasse im Praxistest

Die Gäste des Deutschen Entwicklerpreises 2013 wurden mit einem Goodie-Bag verabschiedet, der auch eine Tasse beinhaltete. Dieses Unikat wollen wir heute einem eingehenden Test unterziehen.

Unboxing / Ersteindruck
Schon beim Auspacken fiel uns die stabile Verarbeitung positiv auf. Es sind keine Spaltmaße zu erkennen, das Gerät ist gut ausbalanciert und macht einen wertigen Eindruck. Der Aufdruck ist kratzfest.
Probleme hatten wir allerdings beim ersten Hochfahren:

Die DEP13-Tasse nach der Erstinstallation – noch etwas verbuggt.

Unser Kaffee-Einfüll-Test musste schon nach wenigen Sekunden abgebrochen werden, weil nur wenige Tropfen in der Tasse blieben. Eine schnelle Internet-Recherche zeigte uns, dass wir mit dem Problem nicht alleine waren. Erschwerend kam hinzu, dass der Hersteller keine gedruckte Anleitung beigelegt hatte, vermutlich um Kosten zu sparen. Durch freundliche Helfer in den Foren kamen wir aber bald auf die Lösung: man musste die Tasse umdrehen, um ihre potenzielle Füllmenge deutlich zu erhöhen. Wir hoffen, dass der Hersteller bei seiner nächsten Revision deutlich erkennbare Pfeile anbringt, wie herum die Tasse auf dem Tisch zu platzieren ist, damit sie ordnungsgemäß funktioniert und nicht so viel anfänglichen Frust auslöst.

Ergonomie
Da die Tasse eher zu den bulligeren, leistungsstarken Modellen am Markt gehört, haben wir verschiedene Haltetechniken getestet und sind zu dem Schluss gekommen, dass die Dreifinger-Zange für diese Tasse die beste Griffhaltung ist:

Die Dreifinger-Zange ist nur fortgeschrittenen Kaffeetrinkern mit mehrjähriger Erfahrung zu empfehlen.

Diese Haltung verhindert das Verbrühen der Knöchel und bietet maximale Stabilität. Wenig Erfolg hatten wir mit Techniken, die zwei oder weniger Finger verlangt. Einsteiger oder Kaffeetrinker, denen Style wichtiger als Funktionalität ist, sollten also auf Modelle anderer Hersteller ausweichen. Profis werden sich aber an diesem Tassengriff sofort wie Zuhause fühlen.

Füllmenge
Wir hatten schon erwartet, dass diese Tasse eine MENGE aufnehmen kann, aber unser Labortest hat uns dann doch weggeblasen:

0,32712 Liter passen in diese Tasse!

Die 0,3-Liter-Hürde nimmt die DEP13-Tasse mit Bravour und kann sich im vorderen Feld aller Kaffeetassen dieser Kategorie platzieren, muss sich nur den extragroßen Modellen von IKEA geschlagen geben, die über 0,4 l aufnehmen. Und natürlich ist diese Tasse noch Welten von der Eimer-Kategorie entfernt.

Design
Die Mischung aus weißem Hintergrund mit rötlichem Aufdruck und grinsendem Monster lädt zum wiederholten Kaffeetrinken ein, aber sticht nicht besonders aus der aktuellen Konkurrenz heraus.

Tassen für Profis.

Die PowerPlay-Tasse beeindruckt durch ihr kompromissloses Schwarz und den Aufdruck im Befehlston. Das “Ich war dabei” auf der DEP-Tasse wirkt dagegen defensiv. Und gegen unsere Nummer 1 in der Design-Kategorie hat die Tasse sowieso keine Chance. Außerdem wurde offenbar an Filtern gespart – der Aufdruck der DEP-Tasse ist sehr pixelig ausgefallen.

Fazit
Die DEP13-Tasse nimmt in unserem Ranking einen der vorderen Plätze ein und sollte diesen bis zum ersten Quartal 2014 behaupten können, wenn auf der CES die anderen Hersteller ihr neues Line-up präsentieren. Bis dahin werden wir weiter gern unseren schwarzen, heißen Kaffee, Junge, aus dieser Tasse zu uns nehmen.

Pro:
– Günstig (Geschenk).
– Der Boden ist kompatibel mit allen CDs der gängigen Spielehersteller.
– Geeignet für warme und kalte Getränke.
– Schwer genug, um als Wurfgeschoss gegen Einbrecher verwendet werden zu können.

Con:
– Spielt keine heitere Melodie, wenn man sie aufnimmt.
– Als Blumenkübel nur bedingt zu gebrauchen.
– Spätestens mit dem Entwicklerpreis 2014 völlig veraltet.

Abschlusswertung

Trinkspaß-Verlauf:

Trinkspaß-Wertung: 87%