100% Worscht – wir wählen fett!

Ich weiß nicht, wie Satiriker heutzutage nicht verhungern. Überall wird ihnen die Arbeit abgenommen. Eine Kanzlerin, die nicht so recht weiß, was die Verbündeten in diesem Internetz da draußen machen, Minister, die alle zwei Tage ihr “vollstes Vertrauen” ausgesprochen bekommen, bevor sie sich auf ihren Landsitz zurückziehen dürfen. Demgegenüber ein Kanzlerkandidat, der die ganze Zeit einen Widerwillen ausstrahlt, den Job wirklich machen zu wollen, wenn er sich nicht gerade künstlich echauffiert …

Und nun fängt auch noch die hiesige SPD an.

Ich bin vor Lachen fast gegen eine Laterne gefahren, denn:

Ach, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.

Wir haben also keine “Rote Socken”-Kampagne, sondern eine “Rote Wurst”-Kampagne im Vogelsberg. Und “Kampagne” scheint bei den hiesigen Genossen auch gleichbedeutend mit Karneval zu sein.

Die Parallelisierung von “Heimat” und “Worscht” ist schon schlimm. Mit dem abstrakten Begriff “Heimat” kann ich sowieso nix anfangen, aber ich habe eine Schlachtplatte noch nie damit in Verbindung gebracht. Reicht das? Nein. Es muss auch noch “100% Wurschtigkeit” sein. Drunter tun wir’s nicht. Und überhaupt – 100% von was? Von Heimat? Von Speckwürfeln? Ach, ist doch eh identisch …

Und dann liegt da ein kleiner, schwer identifizierbarer grüner Haufen. Eine Koalitionsansage? Kann man die Menge des Grünen schon anhand des Bildes in Plenarsitzen quantifizieren? Oder nur der verzweifelte Versuch, auch noch einen Fitzel Essen im Bild zu haben, der nicht HERZINFARKT! schreit?

Ich bin gespannt, wie die CDU kontert. Vielleicht mit einer Bier-Kampagne. “4,8% ist uns zu wenig” oder “Abgefüllt und angekreuzt” oder “Christlich. Demokratisch. Untergärig.”