#twitteratur – Dies ist die Geschichte von Hans

Update vom 13.10.14:

Die gesamte Aktion habe ich hier als Storify zusammengefasst.

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Am Donnerstag, 9. Oktober 2014 schreibe ich „Twitteratur“. Angekündigt ist das Ganze als „Autoren schreiben Kurz-Romane“, aber das heißt nicht, dass ich einfach eine Geschichte in 140-Zeichen-Schnipsel zerhackstückle. Nein, ich möchte, das ausnutzen, was Twitter auszeichnet, nämlich die Echtzeit, dass eine Nachricht fast im gleichen Augenblick beim Leser ankommt, in dem ich sie abschicke.

Zwei Probleme gibt es dabei:

  1. Die Geschichte wird durch den Live-Charakter schwer zu lesen, wenn man nicht von Anfang an dabei.
  2. Bei fiktiven Texten ist die Perspektive ist schwer vermittelbar.

Das erste Problem lässt sich nicht lösen. In der Twitter-Timeline steht der neueste Tweet oben. Wer später einsteigt, muss filtern und runterscrollen. Schlecht für Gelegenheitsleser, und man muss sich auch fragen, in welcher Frequenz man Tweets abschickt (zumal in diesen der Hashtag #twitteratur zwangläufig einige Zeichen raubt). Ich werde unterwegs entscheiden, was richtig

Das zweite Problem ist, dass ich von meinem Account @falkoloeffler logischerweise aus der persönlichen Sicht twittere. Immer. Auf diesem Account kann ich nicht einfach in eine fiktive Person schlüpfen, aus deren Sicht ich erzähle. Prosa in Anführungszeichen als solche zu kennzeichnen sieht albern aus und kostet zwei wertvolle Zeichen. Und auf meinem persönlichen Account in der dritten Person zu erzählen wirkt seltsam.

… es sei denn …

… ich wäre mit dieser unterwegs.

Warum eigentlich nicht?

Und so erzähle ich am Donnerstag also die Geschichte von Hans.

Hans Bastseller (der es überhaupt nicht mag, Hansi genannt zu werden), schreibt schon lange. Allerdings bisher nur für die Schublade. Es wird Zeit, die Welt mit seinen Manuskripten zu beglücken! Also fasst er einen Entschluss: er muss dorthin, wo die Bücher wachsen – zur Frankfurter Buchmesse. Mit seiner vielfältigen Prosa und Lyrik im Gepäck macht er sich am Donnerstag auf den Weg – in meiner Begleitung. Dummerweise hasst er das Reisen und große Menschenansammlungen wie die Pest. Aber zum Glück hat er gerade mit Twitter begonnen und kann sich auf diesem Weg darüber auslassen. Die Buchwelt wird ihn sicher mit offenen Armen empfangen und er kann sich das beste Angebot für seine Manuskripte aussuchen!

Ich wage keine Prognose, wie das ausgehen wird.

Ach ja – sein Twitter-Account ist @bastseller.

Posted in Bücher, Freiberufler.

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