Gegen die Einführung der Sockenpflicht! Petition jetzt!

Offenbar lässt sich jeder Sachverhalt und jedes mögliche Szenario in genaue Zahlen gießen und volkswirtschaftlich berechnen. So auch hier, wo aufgeschlüsselt wird, warum die Einführung einer Helmpflicht unterm Strich dem deutschen Volke schaden würde. Wenn Sie nach einem Fahrradunfall also halb gelähmt im Krankenhaus aufwachen, erklären Sie den Ärzten: „Hey, volkswirtschaftlich gesehen hab ich mich total korrekt verhalten, ohne Helm gefahren zu sein! Vielleicht geht’s MIR jetzt schlecht, aber der Gemeinschaft besser! Ich will das Bundesverdienstkreuz!“

Ich möchte kurz vorrechnen, welche gewaltigen Schäden die Einführung einer Sockenpflicht in Deutschland ausrichten würde. Folgende logische Konsequenzen hätte es:

  • Der Sockenverbrauch würde um 351% steigen. Der Durchschnittsbürger müsste pro Jahr 102,43 € mehr für Socken ausgeben.
  • Das Restmüllvolumen würde um 2,6% steigen. Volkswirtschaftlicher Schaden ca. 397 Millionen Euro.
  • Das Geschäft der Hypnotiseure, die Leute über glühende Kohlen und Glasscherben laufen lassen, bricht zusammen. Ein ganzer Berufszweig fällt weg. Bettelnde Hypnotiseure werden an jeder Straßenecke stehen. Die Fußgängerzonen verlieren so sehr an Attraktivität wie zu Zeiten der Kelly Family. Die Konsumfreude sinkt. Der Einzelhandel verzeichnet ein Minus von 4,9% gegenüber des Vorjahres. Die Ausfälle gehen in Milliardenhöhe.
  • Der Wollpreis explodiert. Die wollexportierenden Länder drohen mit einem Lieferstopp. Es kommt zu Hamsterkäufen und Schlägereien bei Wolle Rödel. Das Gesundheitssystem wird belastet.
Insgesamt beläuft sich der volkswirtschaftliche Schaden durch die Einführung einer Sockenpflicht auf 4,397 Milliarden Euro (zzgl. Versandkosten). Man kann nur hoffen, dass die Politik diesen Wahnsinn nicht umsetzt.

Amtliche Bekanntmachung

Ja, ich habe jetzt Anzeigen hier im Hetzportal aktiviert. Neugierdehalber, um zu sehen, ob es was bringt.
Dafür belohne ich euch auch mit einer höheren Posting-Frequenz als bisher.
Und wer’s nicht bemerkt hat – ich habe ein, äh, Viertblog begonnen:

www.chromewriting.de

O Sole Mio

Wenn man auf dem Land lebt, sieht man nicht ganz so oft neue Dinge. Höchstens: „Oh, die Kuh da ist neu.“ Komische Leute, die seltsame Dinge tun, sieht man in Berlin öfter.
Auf meiner Lieblingsstrecke habe ich schon viele tausend Kilometer verjoggt. Und habe dabei wenige außergewöhnliche Sachen erblickt. Doch gestern …
… gestern war ich an einer leicht abschüssigen Stelle auf einer langen Geraden unterwegs, und mir kam jemand entgegen, der logischerweise bergauf musste. Ich sah ihn schon von Weitem. An der Silhoutte konnte ich abschätzen, dass es kein Fahrradfahrer war. Auch kein Inline-Skater. Kein anderer Jogger. Kein Spaziergänger. Niemand auf Rollskiern (das ist so was).
Da blieb nicht mehr viel übrig.
Eine Kuh?
Dann konnte ich erkennen, dass neben ihm ein Hund rannte. Okay.
Aber was machte er da dauernd für eine weit ausholende Bewegung?
Nein, ich habe ihn nicht fotografiert. Ich hätte gern. Aber vielleicht hätte er mir dann mit seinem Prügel eins auf die Nuss gegeben.
Denn der Kollege, der mir da entgegenkam, stand auf einem stinknormalen Skateboard. Und er hatte einen Baum dabei. Zumindest wirkte der sicher zwei Meter lange Prügel so, mit dem er sich vom Teer abstieß. Unten hatte er das Holz mit schwarzem Plastik umwickelt, was das Ding auch noch wie ein sehr dreckiges, riesiges Wattestäbchen wirken ließ.
Ein Gondoliere mit einem schwarzen Wattestäbchen.
Nein, das hat auch Berlin nicht zu bieten.

Sätze, die man selten sagt:

“Smudo hat gerade meinen Link auf ein Louis-de-Funes-Video an 30.000 Leute retweetet.”

Nur mit der Aufschrift CHROME BOOK hab ich eig. die Farbe des Geräts damit in Verbindung gebracht.

amazon-Kundenrezension aus der Hölle. Und noch alberner, wenn man sich das entsprechende Gerät anschaut, das dieser Humpfel sich gekauft hat:

I don’t accept the currently fashionable assertion that any view is automatically as worthy of respect as any equal and opposite view. My view is that the moon is made of rock. If someone says to me, “Well, you haven’t been there, have you? You haven’t seen it for yourself, so my view that it is made of Norwegian beaver cheese is equally valid”-then I can’t even be bothered to argue.

Douglas Adams (1998)

Leseprobe!

Wer sich schon mal einen Eindruck verschaffen möchte – eine 24seitige Leseprobe aus „Bin ich blöd und fahr in Urlaub“ ist inzwischen auf der Verlagshomepage einsehbar. Hier einfach aufs Cover klicken. Auch auf der amazon-Seite gibt es einen Blick ins Buch, allerdings ein paar Seiten weniger. Noch zwei Monate!

Jetzt steht Leipzig an.