“Journey” (Infocom, 1989). Kam damals schon dem, was ich als interaktive Story wollte, sehr nahe. Maus-Interface, einfache Puzzles, Schwerpunkt auf Charaktere. Leider einer der letzten Infocom-Titel überhaupt.

Wie gesagt:

„Wenn die Leute drei Wochen Urlaub haben, dann fahren sie sofort nach der Arbeit weg, weil sie 1.000 Kilometer fahren müssen und gern übermüdet und hasserfüllt im Stau stehen.“

– Matthias Beltz

Ich und der andere

Die Pressearbeit für „Bin ich blöd und fahr in Urlaub?“ läuft gerade auf Hochtouren. Massig Presseartikel, einiges an Hörfunk, dann auch noch ein TV-Auftritt, und aktuell kommen immer weiter Anfragen rein. Es ist Juli – da hat das Nichtreisen eben Konjunktur. Für mich, der bislang im bescheidenen Rahmen seine Bücher bewerben konnte, ist das eine interessante Erfahrung. Und eine, die in mir die Erkenntnis hat reifen lassen, dass zwischen einem Fantastik-Autor und einem Comedian gar kein großer Unterschied herrscht. Beide werden gleichermaßen missverstanden. Und ich bin auch noch beides …

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„Und, wie läuft das Buch denn so?“

… ist die Frage, die ich in letzter Zeit öfter gehört habe.

Es liegt, wo es zu liegen hat, nämlich in den Buchhandlungen, und mir sind einige Bilder von Freunden zugetragen worden, die es ausfindig gemacht haben. Oder damit posieren. Teilweise im Urlaub. Was zeigt, dass sie es noch nicht gelesen haben.

Womit ich fortan wohl auch leben muss, ist, dass jeder Kommentar meinerseits über Stau oder Zugverspätung mit hämischen Twitter- und Facebook-Antworten returniert wird: „Du, ich hätte da ein Buch für dich … ;)“.

Die Lesung in Allach-Untermenzing war gut besucht und zumindest für mich ein großer Spaß. Es waren sogar Konsolenkompetenz und die Münchner Seenotretter da. Und die hatten Schilder mitgebracht.

(c) Goldmann Verlag

Foto (c) Goldmann Verlag

Im Moment spielt sich auch eine Rezensions- und Interview-Polka ab. Beim Monopolisten eures Vertrauens gab es schon einige Male fünf Sterne, und inzwischen wird das Buch sogar von der „Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger“ positiv beurteilt. Was es nicht alles gibt.

Und ein paar Interviews sind schon online:

„Verreisen ist Krieg“ – auf Geo.de

„Wie man erfolgreich Urlaubsreisen vermeidet“ – auf Welt.de

Ein TV-Auftritt ist auch schon anvisiert. Mitte Juli. Details folgen.

Also: das Buch läuft.

iPhone 6

IT kehrt alle 27 Jahre zurück, das iPhone jeden Spätsommer.
Das kommende Modell wird wohl iPhone 6 heißen, ist aber eigentlich das iPhone 8, und vermutlich wird das iPhone 5s weiterhin verkauft, aber beim iPhone 5c weiß man es nicht, vielleicht gibt es ja auch ein 6c.
Das alles klingt eher nach einem Elternabend, in dem die kommende Struktur der Klassen diskutiert wird.
Eines ist einigermaßen sicher: es wird ein iPhone mit größerem Display geben.
Nun hat Apple aktiv beworben, wie toll doch die 4 Zoll sind.
Wie werden sie als argumentieren?
Ich tippe – so:

  1. People want bigger displays. We listen.
  2. All the other guys are doing bigger displays completely the wrong way.
  3. We’ve been researching bigger displays for YEARS, Heck, we have the iPad, we are big screen pros!
  4. So we are doing bigger displays now – but the right way.
  5. We have eliminated the bezels on the side.
  6. The software is optimized for one hand operation.
  7. The device knows if you’re holding it in the left or right hand.
  8. So our big display is much better than those of the competition.
  9. Only Apple can do this.
Was übersetzt so viel bedeutet wie:
  1. Alright, there’s no way to dance around this issue much longer.
  2. We don’t want to give the impression that we’re just following the others.
  3. We can’t allow to let this look like a split decision, because …
  4. … we ARE just following the others.
  5. Which is, like, the most impossible thing ever.
  6. Because you can’t just use iOS with two hands. Like with the iPad mini. Oh, wait …
  7. We needed a feature that the others don’t have. No one will really use it.
  8. Just believe it, alright?
  9. Shut up and give us your money.

Secret

Angeblich sind anonyme Social Networks das nächste große Ding. Vor allem „Secret“ – eine App, mit der man in die Welt posaunen möchte, was man Blödes getan hat. Also wie Twitter, nur ohne Namen. Die App expandiert gerade. Aber nicht nach Deutschland bislang.

Ein Glück.

Ich kann mir schon ausmalen, wie die abgefahrenen Geständnisse der lebenslustigen, aufmüpfigen deutschen Mitbürger aussehen werden:

„Ich habe letzten Samstag nicht die Straße gekehrt.“

„Mein Chef wollte, dass ich ihm sofort was schicke. Aber ich habe es erst eine Stunde später getan.“

„Ich habe meine Frau betrogen. Sie wollte, dass ich die Mülltonne rausstelle, aber ich hab’s vergessen, also hab ich den Müll in den Wald gekippt.“

„Ich bin bei Rot über die Straße gegangen.“

Filme gesehen

Desolation of Smaug gesehen und gedacht:

  • Was zum Teufel macht Peter Jackson eigentlich, wenn Teil 3 durch ist? Wieder irgendeine Literaturverfilmung, die ihm über den Weg läuft? Oder plündert er weiter Tolkien? Oder erfindet er einfach selbst ein neues Mittelerde-Zeitalter?
  • Orlando Bloom altert DOCH.
  • Sprechende Drachen sind doof und waren schon immer doof. Wenn Benedict Cumberbatch so eine Sprechrolle bekommt, kann man aber darüber hinwegsehen.

Man of Steel gesehen und gedacht:

  • Wenn JJ Abrams das neue Star Wars verbockt, wäre Zack Snyder die bessere Wahl gewesen.
  • Henry Cavill lässt Brandon Routh vergessen.
  • Lex Luthor fehlt gar nicht. Aber auf einem rumgeworfenen Laster stand “Lexcorp”.

Post von Hüpfer

Liebes Google,

Sie sind so groß. Ein Gigant. Sie haben mehr Geld als wir. Wie unsere Kanzlerin: alternativlos.

Aber Sie haben Daten, so viele Daten wie Sand am Meer. Und das Meer riecht manchmal etwas brackig. Dann wird mir übel. Allen wird übel.

Monopole stinken auch. Wie Kuhstall und so ganz anders als Frühling. Vor allem, wenn wir sie nicht haben. Ich möchte in einer Welt leben mit Keksen statt Cookies.

Ich mag das Netz nicht. Es ist so groß und unübersichtlich. Wie eine schwarze Hose in der Nacht. Wollen wir auf der Straße unsere Exfreundinnen treffen, die gerade heiraten? Das macht mir Angst.

Schon Orwell! Er hat es geahnt. Wir müssen ab und zu innehalten und an den Rosen rieche. Google ist das Internet. Im Internet gibt es keine Rosen. Aber Drohnen wollen Sie kaufen und Flugzeugträger und eine Mondbasis. Da muss die EU ausmisten, bevor ernstzunehmende Politiker eine Zerschlagung fordern.

Hutzeligst,