Things I Learned From Sir Terry Pratchett And His Marvelous Worlds (A Necessary List)

Things I Learned From Sir Terry Pratchett And His Marvelous Worlds (A Necessary List)

Vom Ausmisten

Vor vielen Jahren habe ich mir auf einem Ramschtisch zwei Bände einer SF-Trilogie gekauft, für ein paar Euro. Die Reihe hat nie den Status eines Klassikers erreicht, sie ist schon lange nicht mehr in Druck, und nur die verrücktesten Sammler haben sie noch im Regal stehen.

Also Verrückte wie ich.

Wie vermutlich die meisten Irren habe auch ich als Jugendlicher begonnen. Eine lückenlose Sammlung, egal von was — sehr erstrebenswert, immer. Bei Büchern. Bei Filmen. Bei Spielkonsolen. Bei Magazinen.

Bis man das Land der Vernunft verlässt.

Und Bücher auf Ramschtischen kauft, nur um die Sammlung zu vergrößern.

Mich hat jahrelang gewurmt, dass ich den dritten Band dieser Trilogie nicht besitze. Alle Verkaufsstände auf den Cons habe ich danach durchsucht, bis es eines Tages so weit war: endlich konnte ich den fehlenden Band kaufen! Die Lücke füllen! Eine Sammlung vervollständigen!

Dieses Glücksgefühl hat allerdings nicht dazu geführt, dass ich die Bücher tatsächlich gelesen hätte.

Langsam kam ich auch ins Zweifeln, ob die VHS-Kassetten unbedingt aufgehoben werden müssen. Oder die Heft-CDs von GameStar, PC Games und den anderen üblichen Verdächtigen.

Ich begann auszumisten.

Und wie bei so vielen Dingen im Leben: hat man die Hürde im Kopf erst mal genommen, kann man nicht aufhören.

Ich will meine Büchersammlung verkleinern. Und Filmsammlung. Und Spielesammlung.

Nun stelle ich fest, dass man äußerst kreativ werden kann, wenn man vor Hunderten von Artikeln steht, bei denen man eigentlich nur binär entscheiden muss: behalten oder loswerden? Nein, so einfach ist das nicht. Man nimmt etwas in die Hand und bildet folgende Ketten im Kopp:

  • Behalten, weil es wertvoll ist.
  • Behalten, weil es nostalgischen Wert hat.
  • Behalten, weil schön aussieht.
  • Behalten, weil es damals so teuer war.
  • Behalten — aber nur für den Moment, eigentlich müsste es ja weg, aber kann man ja auch nächstes Mal noch machen.
  • Eigentlich behalten, aber ich will das Ding nicht mehr sehen, also loswerden.
  • Eigentlich loswerden, aber ich habe das irrationale Gefühl, dass es irgendwann etwas wert sein könnte.
  • Eigentlich das Buch loswerden, aber die Kollegen / der Kollege ist so nett …
  • Irgendwo verhökern, könnte noch was bringen.
  • Irgendwem schenken, das gehört in gute Hände.
  • Scheiße, was hat mich da geritten, nichts wie in den Müll damit.
  • Huch, das hab ich noch?! (Positiv oder negativ konnotiert, je nachdem, ob es verschollene Bücher oder ein Stapel AOL-CDs sind.)

Und die SF-Trilogie? Ich schwanke noch zwischen “Behalten — Nostalgie” und “Was hat mich da geritten” …

Terry Pratchett

Die ersten zwei oder drei Scheibenwelt-Romane waren bei Heyne erschienen, als mir „Das Licht der Phantasie“ in die Hände fiel. Natürlich sprang zunächst das surreale Cover ins Auge, aber um sicherzugehen, hatte Heyne fürsorglich unten einen Textbalken ergänzt:

Was Douglas Adams für die Science Fiction ist, ist Terry Pratchett für die Fantasy.

Nun war bei mir – wie bei so vielen – der „Anhalter“ mehr als prägend gewesen, also versuchte ich mich auch an Pratchett.

Ich kann nicht mal behaupten, dass es Liebe auf den ersten Blick war. „Das Licht der Phantasie“ unterhielt mich gut, aber löste keinen Knalleffekt aus. Später kaufte ich „Das Erbe des Zauberers“.

Und der Knalleffekt kam.

Weiterlesen

“Dreamweb” (Empire Interactive, PC, 1994). Für mich das bessere Adventure als “Blade Runner”.

Allgemeine Löfflerbedingungen (ALB)

§ 1 Geltungsbereich
Die folgenden Allgemeinen Löfflerbedingungen (ALB) gelten für alle virtuellen Interaktionen zwischen dir als Mensch und dem Löffler (im folgenden „ich“ genannt). Sie beschreiben die Bedingungen, unter denen wir uns in den üblichen sozialen Medien vernetzen können.

§ 2 Vernetzungsabschluss
1. Durch das Klicken von „Freund hinzufügen“ oder ähnlichen Buttons (je nach Seite) schließen wir eine „Freundschaft“, die dadurch gekennzeichnet ist, das wir auf einer Seite vernetzt sind.
2. Eine echte Freundschaft ist was anderes.
3. Nur weil wir im wahren Leben gut miteinander auskommen, muss das nicht bedeuten, dass das auch im Netz funktioniert. Oder umgekehrt.

§ 3 Lieferung
1. Beide Seiten schreiben je nach Lust und Laune etwas auf die Seite, auf der wir vernetzt sind.
2. Niemand ist zu einer bestimmt Frequenz verpflichtet.
3. Fotos vom Essen sind zu vermeiden (Ausnahme: Bier).
4. Auf gegenseitiges virtuelles Gratulieren zum Geburtstag verzichten beide Parteien, ohne dass das heißt, dass man nicht im Geiste alles Gute wünscht.
5. Ironie im Netz ist schwierig und führt zu Missverständnissen. Deswegen mag ich sie so.

§ 4 Eigentumsvorbehalt
1. Bis zur gegenseitigen Akzeptanz von Äußerungen jedweder Art („Like“) bleibt eine Meinung im Besitz der Person, die sie aufschreibt.
2. Ein virtuelles Freundschaftsverhältnis heißt nicht, dass man jedes Posting in irgendeiner Form unterstützt oder auch nur toleriert.

§ 5 Widerrufsrecht
1. Stelle ich fest, dass du mit mir nicht kompatibel bist, weil du Zeug postest, das mir im Hals stecken bleibt (politischer oder religiöser Fanatismus), nur belanglosen Kram (Bildchen mit Sinnsprüchen) oder das Medium überhaupt nicht nutzt, behalte ich mir vor, dich mindestens auszublenden, vielleicht sogar zu blocken.
2. Das gleiche Recht hast du natürlich auch.
3. Wenn wir uns „entfreunden“ oder blocken, können wir trotzdem im wahren Leben ganz gut miteinander auskommen.
4. Unberührt davon bleibt aller Leute Recht, eine andere Meinung zu haben. Aber alle anderen dürfen sie jederzeit scheiße finden und so nennen.

§ 6 Haftung
1. Jede/r ist selbst für das Zeug verantwortlich, das sie/er schreibt. Basta.

§ 7 Schlussbestimmungen
1. Was nicht passt, wird passend gemacht.
2. Bunt ist das Dasein und granatenstark.

“Corruption” (Magnetic Scrolls, C64, 1988). Erstaunlich erwachsenes Textadventure (ja, mit Grafiken). Inklusive eines Casino-Chips und einer Audiokassette, die man auch im Spiel findet.

Der Preis des Mediums

Beim aktuellen Streit hinter den Kulissen der Buchbranche, was die E-Book-Preise betrifft, geht es eigentlich nicht um den Endpreis für Kunden, sondern um die Frage, wer wie viel Netto vom Brutto bekommt. Im Prinzip ist es genau der gleiche Streit, den man in ländlichen Gebieten wie dem meinigen beobachten kann, wenn an den Bauernhöfen die Schilder hängen: „Milchbauern brauchen einen fairen Preis! XX Cent pro Liter!“ Je älter die Schilder sind, desto geringer ist der Centpreis. Auf ganzen altern Schildern, die sonst identisch sind, steht noch „Pfennig“. Da kämpfen die Erzeuger vor allem mit den Discountern, die den Endverbraucherpreis gern so niedrig wie möglich drücken würden. Natürlich auf Kosten der Marge der Milchbauern, nicht der eigenen. Also wird geschachert, und ein oder zwei Jahre später beginnt alles von vorn. So läuft es im Moment auch zwischen einigen Verlagen und amazon bei den E-Books – nur dass nicht die Verlage die Milchbauern sind, sondern die Autoren. Aber das ist ein Thema für sich.

Weiterlesen